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Zweikampf auf zwei Plätzen


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ATSV-Coach Christian Barth
Ohne Zusatzspiele will sich ATSV-Coach Christian Barth verabschieden. © Rossmann

KREISLIGA 3 TSV Ebersberg und ATSV Kirchseeon wollen Relegation vermeiden

Ebersberg/Kirchseeon – Direkter Klassenerhalt oder Nachsitzen in der Relegation? In der Kreisliga 3 wird diese entscheidende Frage an diesem Sonntagnachmittag ab 13 Uhr in einem Fernduell zwischen zwei Landkreis-Vertretern abschließend geklärt.

Der TSV Ebersberg versucht, seinen Heimvorteil sowie das Formhoch von vier ungeschlagenen Spielen auszunutzen, um den TSV Ottobrunn zu besiegen. Alles andere wäre bei zwei Zählern Rückstand auf den ATSV Kirchseeon vergebene Mühe. „Es liegt ja zum Großteil nur an Kirchseeon selbst, ob wir sie noch packen können“, sagt Eber-Kapitän Maxi Volk.

Ebersberger gehen „optimistisch“ an letzten Spieltag ran

 TSV-Trainer Timi Tepedelen
Ein Ohr beim Kirchseeoner Spiel: TSV-Trainer Timi Tepedelen. © Rossmann

Entsprechend groß ist sein Interesse am Spielstand im Parallelspiel zwischen dem SV Heimstetten II und Kirchseeon. „Da wir eh nicht taktieren können und gewinnen müssen, fände ich es persönlich auf dem Platz nicht schlecht zu wissen, wie es steht. Vielleicht entfacht eine Heimstettener 2:0-Führung bei uns nochmal Feuer.“

Obwohl die Eber „sehr optimistisch“ in den letzten Spieltag gehen, ist man in der Kreisstadt über die Spielverlegung von Samstag auf Sonntag verärgert. Dass man zwei Entscheidungsspiele laut Spielordnung parallel stattfinden lassen muss, ist bekannt. „Aber wieso wird nicht das andere Spiel an uns angepasst?“, fragt sich Volk. „Durch die kurzfristige Verschiebung mit Info am Dienstag, fehlen uns jetzt mit Max Lüngen und Korbinian Ertl noch zwei Leute arbeitsbedingt.“

Tagesform und Umgang mit Druck als Erfolgskriterien

In puncto Personal ist der ATSV klar im Vorteil. Bis auf den Gelb-gesperrten Riccardo Roth kann Trainer Christian Barth aus dem Vollen schöpfen. Für Barth stehen beide Landkreis-Teams vor „gleich schweren Aufgaben“ gegen Mannschaften, die nichts mehr zu gewinnen haben. Ebenfalls vergleichbar sei der Siegeswille. Schließlich hat Kirchseeon den direkten Vergleich mit den Ebern verloren und wäre auch über die Sondertabelle fix in der Relegation, wenn Ebersberg, Oberpframmern und der ATSV am Ende alle auf 36 Punkte kämen. Kurzum: „Die letzten drei Punkte müssen her!“

Tagesform sowie der individuelle Umgang mit dieser Drucksituation sind für Barth nunmehr die maßgeblichen Erfolgskriterien. Anders als Maxi Volk, möchte er aber erst nach dem Abpfiff über das Parallelspiel informiert werden. „Dass meine Spieler möglicherweise verkrampfen, kann ich nicht gebrauchen.“

Ebersberger würden Barths Abschied gern verzögern

Im Erfolgsfall wird sich der Aufstiegstrainer an diesem Sonntag nach fünf Jahren und vier Spielzeiten von seinen ATSV-Kickern verabschieden. „Ich werde nächstes Jahr nicht mehr Trainer in Kirchseeon sein. Wenn das wirklich mein letztes Spiel sein sollte und wir die Klasse gehalten haben, wird danach sicher Wehmut aufkommen.“

Die Ebersberger würden Barths Abschied zu gerne verzögern. „Der ein oder andere hat schon den Kontakt nach Heimstetten gesucht“, verrät Maxi Volk, „ein paar Bierchen wären für einen Sieg sicher drin.“ Dagegen setzt Barth bei Ottobrunn auf weiche Motivatoren: „Die wollen sicher einen schönen Abschluss und im nächsten Jahr den Aufstieg angreifen. Eine gute Gelegenheit, sich entsprechend vorzubereiten.“



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