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Sanierung Gasteig München für 450 Millionen Euro: Suche nach Investor beginnt


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Von: Sascha Karowski

So könnte der Gasteig in München nach der Sanierung aussehen. Das Architekturbüro Henn hat den Entwurf erstellt.
So könnte der Gasteig in München nach der Sanierung aussehen. Das Architekturbüro Henn hat den Entwurf erstellt. © Henn Architekten

Die Stadt soll einen Investor suchen, der den Gasteig saniert. Dafür soll der Stadtrat am Dienstag den Weg frei machen. Es könnte aber schwierig werden, einen Unternehmer für das Projekt zu begeistern.

München – Die Sanierung des Gasteig könnte heute einen Schritt vorankommen. Der Stadtrat soll dem Investorenmodell zustimmen. Dazu muss zunächst der Erbbaurechtsvetrag mit der Allgemeinen Kommunal-Leasing Objekt GmbH (AKL) aufgelöst werden. Das kostet die Stadt zwar rund 60 Millionen Euro, wird aber mit ausstehenden Zahlungen verrechnet. Die Verwaltung wird zudem beauftragt, nach einem Bauherren zu suchen, der die Sanierung des Kulturtempels übernimmt. Das könnte aber schwierig werden.

Gasteig München: Grüne und SPD deckeln die Kosten auf 450 Millionen Euro

Wie berichtet, soll der Gasteig zwar saniert werden. Grüne und SPD hatten sich aber vor eineinhalb Jahren darauf verständigt, eine Obergrenze einzuziehen. 450 Millionen Euro soll die Renovierung des Kulturtempels maximal kosten dürfen.

In der Vorlage für den Finanzausschuss am heutigen Dienstag ist das verankert, es heißt aber auch, dass Bewerbungen, die den Kostenrahmen nicht einhalten, nicht automatisch von dem anschließenden Vergabeverfahren ausgeschlossen würden. Will heißen: Wenn es ein Angebot gibt, das teurer wird, wird sich die Stadt das gleichwohl anhören. Das könnte man durchaus als eine Art Hintertür verstehen, da intern bereits gemutmaßt wird, es werde vermutlich eher schwierig, einen Investor zu finden, der den Gasteig nach den Plänen des Architekturbüros Henn für lediglich 450 Millionen Euro sanieren wird.

Gasteig München: Müssen die Architekten die Pläne wegen des Spardiktats überarbeiten?

Vorstellbar ist auch, dass die Architekten die Pläne aufgrund des von Grünen und SPD auferlegten Sparkurses überarbeiten müssen. Die gläserne „Kulturbrücke“, die künftig alle Gebäudeteile des Gasteigs verbinden soll, oder das Dachrestaurant mit Panoramablick über München könnten beispielsweise dem Rotstift zum Opfer fallen. Fraglich ist auch, ob der Zeitplan eingehalten werden kann. Eröffnung war für 2025 geplant.



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