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Krebs-Gerüchte um Putin: Ex-CIA-Analyst hat zwei Theorien, was dahintersteckt


Schon lange halten sich Gerüchte über eine schwere Erkrankung des russischen Präsidenten. Leidet Putin an einer Krebserkrankung? Parkinson? Als Anzeichen dafür sehen Experten etwa seine Gangart oder sein aufgedunsenes Gesicht. Eine offizielle Bestätigung des Kreml gab es dafür nicht.

Abgehörter Oligarch über Krebs-Gerüchte: „Putin ist sehr krank“

Doch nun erhalten die Gerüchte neuen Rückenwind: Das „
New Lines Magazine
“ berichtet von einem abgehörten und aufgezeichneten Gespräch eines Oligarchen. Darin sagt dieser, Putin sei „sehr krank“ und „leide an schwerem Blutkrebs.“ Und: „Wir alle hoffen, dass Putin am Krebs stirbt.“ Der namentlich nicht genannte Oligarch ist kein Freund des Krieges, den Putin in der Ukraine begonnen hat.

Das Magazin hat den Sprecher nach eigenen Angaben verifiziert und seine Stimme abgeglichen. Man habe sich jedoch dafür entschieden, den Namen nicht zu veröffentlichen, um ihn vor der Rache des russischen Staates zu schützen.

„Die meisten FSB-Direktoren glauben, dass Putin an einer schweren Krankheit leidet“

Christo Grozev vom Rechercheteam „Bellingcat“ berichtet dem „New Lines Magazine“ von einem Memo des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB an die eigenen Regionaldirektoren. Man solle Gerüchte über eine schwere Krankheit Putins nicht glauben, heißt es demnach darin. Grozev berichtet allerdings weiter: „Dieses Memo hat dann aber nur dazu geführt, dass die meisten FSB-Direktoren plötzlich wirklich glauben, dass Putin an einer schweren Krankheit leidet.“

John Sipher, ehemals CIA-Analyst mit Fokus auf Russland, sieht „keine Möglichkeit“, derartige Gerüchte von außerhalb des Kreml zu bestätigen oder zu dementieren.

 

Ex-CIA-Analyst hat zwei Theorien, was hinter den Krebs-Gerüchten steckt

Gegenüber dem „New Lines Magazine stellt Sipher zwei Theorien vor, die für die Gerüchte verantwortlich sein könnten: Entweder streut der Kreml die Gerüchte selber, um abzulenken und zu verwirren.

Oder, so Sipher: „Putin war lange Zeit so etwas wie der Mafia-Chef im Kreml, der Richter zwischen denen, die um Geld oder Einfluss kämpfen. Diese Clans bringen sich nun in Stellung, um zu überleben – egal, wie diese Krise endet. Putins Gesundheitskrise an die Öffentlichkeit zu bringen oder eben eine zu erfinden, kann ein Weg sein, um Druckmittel zu erlangen.“

Scholz-Telefonat widerlegt Berichte über Krebs-OP beim Kreml-Chef

Die Blutkrebs-Gerüchte reihen sich also ein in die lange Liste der Krankheiten, an denen Wladimir Putin angeblich leidet. Anfang Mai gab es Berichte, Putin werde sich am 10. Mai – einen Tag nach der russischen Nationalfeier zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland – einer Operation wegen einer Krebs-Erkrankung unterziehen. Auch ein Interimspräsident sei bereits bestimmt worden.

Nun hat Olaf Scholz aber am Freitag mit Putin telefoniert. Einen Interimspräsidenten scheint es demnach nicht zu geben. Doch die Gerüchte um einen kranken Putin halten sich seit Anfang der 2000er Jahre. Schlussendlich bleibt Putins Gesundheitszustand aber eines der bestgehüteten Geheimnisse in Moskau.





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