Politics

Das sagt Kühnert zu seinem Twitter-Aus


SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert hat seinen Abschied von Twitter damit begründet, dass die Diskussionskultur bei dem Kurznachrichtendienst zu „Fehlschlüssen und Irrtümern in politischen Entscheidungen“ führe. „Ich habe den Account in den letzten Monaten quasi nicht mehr genutzt. Da muss man für sich auch einfach mal die Konsequenz ziehen und sagen: Das scheint für meine politische Arbeit gerade nicht das richtige Medium zum Senden und Empfangen zu sein“, sagte Kühnert im Videointerview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Und deshalb habe er den Account jetzt deaktiviert. „Ich finde einfach, dass die Diskussionskultur, wie sie auf Twitter stattfindet und auch die Art und Weise wie dort die Gesellschaft repräsentiert oder absolut gar nicht repräsentiert wird, dass das zu Fehlschlüssen und Irrtürmern in politischen Entscheidungen führt“, ergänzte Kühnert.  Zumindest habe er bei sich selbst festgestellt, dass er eine verzerrte Wahrnehmung von Wirklichkeit habe, wenn er zu viel Zeit bei Twitter verbringe.

Zuvor hatte Ukraine-Botschafter Melnyk Kühnert per Twitter kritisiert

Kühnert war zuletzt in die Kritik geraten wegen Aussagen am Montagmorgen bei den Sendern RTL und ntv. Dort äußerte er sich zurückhaltend zu Forderungen nach Lieferungen deutscher Panzer an die Ukraine. Bislang habe kein Staat westliche Panzer geliefert. „Diese Aussagen, dass wir nicht schleichend hineingezogen werden wollen in den Krieg, dass wir Russland nicht noch dazu animieren wollen, völlig irrational am Ende zu handeln und noch ganz andere Staaten anzugreifen, das ist ja keine Kleinigkeit.“ Das sei ein wichtiger Aspekt, der bei „allem heißen Herzen“ bedacht werden müsse, so Kühnert.

Der ukrainische Botschafter in Berlin Andreij Melnyk hatte ihn dafür scharf kritisiert. „Diese katastrophale Verweigerungspolitik der SPD und der Ampel, die Ukraine ausgerechnet in diesem kritischen Moment militärisch im Stich zu lassen, wird verheerende Folgen für die Zukunft haben. Meine Güte, Kevin Kühnert“, hatte Melnyk am Montag getwittert.





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