Obwohl einige Teams das Bouncing-Problem ihrer Autos beim Saisonauftakt in Bahrain größtenteils in den Griff bekommen haben, ist es für andere noch ein großes Fragezeichen. Nun steht der zweite Lauf der Formel-1-Saison 2022 unmittelbar bevor. Einige Fahrer und Teams vermuten nun, dass das Hüpfen der Autos im schnellen Dschidda ein noch größeres Problem darstellen wird als in Bahrain.

Alpha-Tauri-Fahrer Pierre Gasly äußerte nach seinem Ausfall in Bahrain schon erste Bedenken zum Rennen in Dschidda: „Dschidda wird interessant. Die Autos sind schon sehr hart.“ Auch im siegreichen Ferrari-Team sei man sich unsicher, ob die Performance von Bahrain auch auf das kommende Rennen übertragbar sei, so Teamchef Mattia Binotto.

Formel 1 in Saudi-Arabien: Deshalb sind Teams und Fahrer besorgt

Der Jeddah Corniche Circuit ist der schnellste, längste und kurvigste Stadtkurs im Formel-1-Kalender. Schon im letzten Jahr hat das Rennen in der Wüstenstadt für Sorgenfalten bei den Teams und für spektakuläre Ereignisse gesorgt. Nun machen sich Bedenken im Formel-1-Fahrerlager breit. Rund 80 Prozent Vollgasanteil und drei DRS-Zonen sind nämlich die besten Voraussetzungen, um das unangenehme Hüpfen der neuen Fahrzeuggeneration noch zu verstärken.

Mercedes bekam das Bouncing-Problem zum Saisonstart nicht in den Griff. -
Mercedes bekam das Bouncing-Problem zum Saisonstart nicht in den Griff. –Foto: LAT Images

Dschidda: Mercedes-Katastrophe unausweichlich?

Speziell Mercedes hatte beim Saisonauftakt in Bahrain große Schwierigkeiten, das Bouncing unter Kontrolle zu bekommen. Laut George Russel sei der Motor der Silberpfeile nicht viel schlechter als die Aggregate der Konkurrenz. Vielmehr sei es das Bouncing, das den Mercedes-Boliden auf der Gerade einbremst.

„Es ist nicht nur der Motor. Das Bouncing macht einen langsamer, im Vergleich zu den anderen sind wir 50% langsamer auf der Geraden und 50% langsamer in den Kurven.“, sagt Russel.

Trotzdem zeigte sich der Brite nach dem Rennen am Sonntag optimistisch: „Wir glauben, dass wir das Problem beheben können, wir wissen nur noch nicht, wie lange es dauert.“ Ob die Silberpfeile ihre Probleme schon am Wochenende in Dschidda in den Griff bekommen und zu alter Stärke finden, wird sich zeigen.